Für alle Kunden, die Ökostrom beziehen, kann schnell ein Restzweifel bleiben: Stammt der Strom, den ich beziehe, wirklich vollständig aus regenerativen Energien und trägt er somit seinen Namen zurecht?
Verschiedene Zertifikate geben dem Endverbraucher hierfür die Sicherheit - doch welche Zertifikate gibt es überhaupt? Die beiden wichtigsten und entscheidensten sind das "RECS"- und das "OK Power"-Zertifikat. RECS, die Abkürzung für "Renewable Energy Certificate System" und ist das europaweit standardisierte Zertifikat, das jedem Kunden die benötigte Sicherheit schenkt. Viele große und namhafte Stromkonzerne tragen die Auszeichnung durch das RECS nicht, obwohl sie Ökostromangebote für ihre Kunden haben. Die strengen Auflagen der europäischen Prüfbehörde für die Herstellung des ökologischen Stroms sorgen hierfür und enttarnen auf diese Weise auch nur vermeintlich ökologische Angebote.
Das "OK Power"-Zertifikat ist nicht europaweit standardisiert, sondern wird vor allem innerhalb Deutschlands, beispielsweise in der kommunalen Energieverwaltung oder von Stadtwerken verwendet. Auch dieses Zertifikat erfordert die Erfüllung strenger Auflagen, die sich in diesem Fall aber eher an deutscher als an europäischer Gesetzgebung orientieren.Mittlerweile macht in Deutschland auch das "Grüne Strom Label" immer mehr auf sich aufmerksam, ist aber bei weitem noch im Hintergrund neben den beiden obigen Standards zu sehen. Wer also wirklich ökologischen Strom beziehen möchte, sollte gut nach der richtigen Etikettierung Ausschau halten.
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