Auch Stromunternehmen machen Fehler – wie Sie sich bei fehlerhaften Stromrechnungen verhalten sollten

Billigstrom.net - falsche Rechnung

Selbst der, der immer genau aufpasst, was er sagt und tut, wird immer mal wieder einen Fehler in seinen Alltag einbauen. Einfach, weil es menschlich ist, dass nicht alles genauso funktionieren kann, wie man es sich vorstellt. So kann es auch passieren, dass die Stromrechnung, die Sie von Ihrem vertraglich gewählten Partner bekommen, nicht ganz stimmt. Insbesondere, wenn Sie diesen gewechselt haben, umgezogen sind oder sonstige außerplanmäßige Dinge passiert sind, treten diese Fehler häufig auf. Nur erkannt werden Sie in den wenigsten Fällen. Weil auf so einer Rechnung viele Zahlen stehen, die man auf den ersten Blick vielleicht nicht versteht. Oder weil man gar nicht weiß, was bei der Übertragung des Zählerstandes usw. alles schieflaufen kann.

Damit Sie wissen, was zu tun ist, wenn Sie die nächste Rechnung erhalten, zählen wir Ihnen hier die Ursachen und Vorgehensweisen bei einer fehlerhaften Rechnung auf. Zudem versuchen wir Ihnen zu sagen, wie Sie am effektivsten dagegen vorgehen können. Dabei hilft aber immer zuerst die Ruhe bewahren und sich nicht unnötig zu stressen.

1. Wo sollten sie genau hinschauen?

Bei Ihrer monatlichen Rechnung ist es zwar auch nicht verkehrt, einen Blick auf die Rechnung zu werfen. Spannend jedoch wird es vor allem dann, wenn es um Themen wie Jahresabrechnung oder Umzug geht. Denn hier ist es eben keine 0815-Rechnung, die Sie erhalten, sondern durch die veränderten Umstände durchaus eine Situation, die Fehler hervorrufen kann. Fehlerquellen sind dabei nicht nur ein falscher Zählerstand Ihres Stromzählers. Auch falsche Preise pro Kilowattstunde, als Sie vertraglich vereinbart haben oder andere Fehler in der Rechnung können auftreten. Schauen Sie deshalb insbesondere bei „nicht-alltäglichen“ Situationen genauestens auf Ihre Rechnung. Dort könnte Geld für Sie versteckt sein. 



2. Was sind potenzielle Fehlerquellen?

Eben kurz angesprochen ist der Stromzähler eindeutig die größte Quelle für Fehler in Ihrer Stromrechnung. Dies kann daran liegen, dass der Hausmeister den Stand abliest und sich irren kann oder aber das Stromunternehmen liest den Stand aus der Ferne ab, wobei natürlich ebenfalls Fehler auftreten können. Vergleichen Sie deshalb immer zuerst die angegebene Zählernummer. Nicht dass Sie am Ende noch den Strom der sechsköpfigen Nachbarsfamilie zahlen. Des weiteren sollten Sie einen Blick auf die in der Rechnung angegebene Summe pro Kilowattstunde haben. Heutzutage bieten viele Stromriesen mehrere Tarife gleichzeitig an, was für Verwirrung sorgen kann. So kann es passieren, dass Sie auf einmal einen deutlich höheren Preis zahlen sollen, obwohl in Ihre Vertrag ein anderer festgelegt war. Dasselbe gilt für Preiserhöhungen, während eines Jahres. Stromunternehmen müssen Sie schriftlich mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten dieser Veränderung informieren, damit die Änderung wirksam werden kann. Tun Sie dies nicht oder verspätet, haben Sie ein Recht auf den ursprünglichen Preis. 

 

3. Wie gehen Sie mit dem Stromunternehmen um?

Billigstrom.net - inkorrekte Rechnungen

Sollte Ihnen tatsächlich ein eklatanter Fehler auffallen, melden Sie sich unverzüglich beim Anbieter. Dieser hat die Beweispflicht und muss Ihnen mitteilen, wie der Fehler zustande gekommen ist. Kann er dies nicht bzw. ist es ihm nicht möglich, die Schuld von sich zu weisen, so werden Sie Ihr Geld zurückbekommen. Den meisten Unternehmen jedoch liegt natürlich eine Menge an der Zufriedenheit ihrer Kunden, sodass Sie häufig auf sehr kooperative Mitarbeiter treffen werden. Und sollte sich ein Stromunternehmen doch einmal querstellen, oder Ihnen versichern wollen, dass die Beweispflicht bei Ihnen liegt, dann enden Ihre Optionen nicht da. Wenden Sie sich dann bitte an die Schlichtungsstelle Energie, die sich mit solchen Fällen bestens auskennt und Ihnen zur Seite stehen wird. 

Nun sollten Sie einen Überblick haben, was bei Stromrechnungen, auch auf Seiten der Unternehmen, schieflaufen kann und wie Sie sich gegen ungerechtfertigte Abschläge und Summen wehren können. Tun Sie jedoch sich und Ihrem Anbieter einen Gefallen: Bleiben Sie sachlich. Denn wie schon zu Beginn dieses Ratgebers angesprochen: Fehler sind am Ende nichts anderes als menschlich und kommen immer wieder vor – sicher auch bei Ihnen.

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