Die EU und ihre Richtlinien zum Ökodesign - was ist das?

Die sogenannte EU-Ökodesign-Richtlinie, die grundsätzlich vorsieht, alltägliche Produkte und Gegenstände in ihrem Stromverbrauch zu optimieren und damit die Umwelt zu schützen, sieht sich einer Ausweitung ausgesetzt, die die Liste der eingeschränkten Geräte deutlich erhöht. In der Vergangenheit wurden bereits Stromfresser wie der Staubsauger mit Energiespar-Vorschriften belegt. Vor allem bei uns führte diese Richtlinie schon zu einer großen Diskussion, die bis heute anhält: Die Regulierung der Glühbirne, besser gesagt das Erschaffen der Energiesparlampen, die nicht jeden deutschen Bürger glücklich machen.  Laut eines großen, deutschen Boulevardmagazins soll diese Richtlinie in naher Zukunft auch Föhne und vor allem Toaster einschränken. 

Im Falle der, gerade bei der weiblichen Bevölkerung sehr beliebten, Haartrockner geht es den EU-Abgeordneten jedoch weniger um den Stromverbrauch, als um den Lärm, den ein Föhn erzeugt. Mit bis zu 85 Dezibel ist dieser nach Einschätzungen von Experten in etwa so laut wie der Straßenverkehr zur Rush Hour. Darüber hinaus könnten Föhne 30 Prozent Strom sparen.



Viel wichtiger und wohl das Hauptthema der Ausweitung der Richtlinie ist den EU-Kommissaren allerdings der Toaster. Zweifach- insbesondere jedoch Vierfachtoaster könnten bis zu 35 Prozent Strom sparen, wenn es die Möglichkeit gäbe, nicht benutzte Toasterschlitze abzuschalten oder zu schließen. Was sich erst einmal anhört, wie das Produkt regulierungswütiger Politiker, die „nichts besseres zu tun haben, als sich um den Stromverbrauch von Toastern zu kümmern“, ergibt auf den zweiten Blick durchaus Sinn. Denn selbst wenn ein Mehrfachtoaster bei einem gemeinsamen Frühstück durchaus ausgelastet sein kann, so kommt es doch immer wieder vor, dass man alleine morgens am Tisch sitzt. Selbst wer dann vier Brotscheiben schaffen würde, würde sie wahrscheinlich nicht alle auf einmal in den Röster werfen, sondern sie nacheinander hineingeben, um stets frisches, warmes Toast essen zu können. 

Außerdem zeigt sich im Vergleich mit der Glühbirnen-Diskussion ein deutlicher Fortschritt im Gedankengang der EU-Abgeordneten, da die Mehrfachtoaster nicht verboten, sondern nur im jeweils nötigen, persönlichen Ermessen, reguliert werden können.

Ein weiterer Punkt der Ausweitung bezieht sich auf mobile Telekommunikationsgeräte, auf die heutzutage niemand mehr im Alltag verzichten will. Handys enthalten nach Einschätzung der zuständigen EU-Mitarbeiter sehr seltene, gesundheitsschädliche Chemikalien in ihrem Inneren und könnten beim Auseinandernehmen freigesetzt werden. Aus diesem Grund ist es, so die Ausweitung der Richtlinie, darüber hinaus unabdingbar, in künftigen Handygenerationen den Akku leichter ausbauen zu können, um das Risiko, mit einer der giftigen Chemikalien in Berührung zu kommen, so weit es geht zu minimieren.

Ziele dieser Maßnahme sind zum Einen die Haltbarkeit der Telefone zu verlängern und sie auch technisch noch einfacher bedienbar zu machen. Auch bei weiteren Geräten, die die Menschen in ihrem Alltag begleiten, sieht die Ausweitung der Richtlinie Optimierungspotenzial. So sollen unter anderem Internet-Router, Heißgetränke-Automaten und vor allem elektrische Handtrockner mit Energiespar-Vorschriften zum regulierten Stromverbrauch gezwungen werden.



Die komplette Ausweitung der Ökodesign-Richtlinie hat folgende Geräte im Visier:

  • Föhne (30% Stromeinsparung)
  • Mehrfachtoaster (35%)
  • Hochdruckreiniger (10%)
  • Internet-Router (10%)
  • Wasserkocher (24%)
  • elektrische Händetrockner (68%)
  • Heißgetränke-Automaten (35%)

Die EU-Ökodesign-Richtlinie kommt, wie immer auf den ersten Blick, ziemlich willkürlich und aufgrund der Problematiken, die es sonst auf der Welt gibt, auch einigermaßen überflüssig daher. Schaut man sich die einzelnen Inhalte der nun geplanten Ausweitung jedoch an, wird schnell klar, dass die geplanten Veränderungen ordentlich durchdacht wurden und im Sinne aller Bürger durchgeführt werden. Es ist klar, dass zehn Prozent Stromeinsparung eines Internet-Routers nicht viel bringen wird, doch frei nach dem Motto „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ sorgt die Kombination mehrerer oder sogar aller hier aufgeführten Produkte für die Möglichkeit erhebliche Einsparungen vornehmen zu können. Auch wenn eine große Debatte über Toaster und Föhne zuvorderst wieder Gelächter hervorbringen wird, so werden wir es der EU danken, wenn wir nach Durchführung dieser Ausweitung ein wenig mehr Geld beim Stromverbrauch sparen können. Am Besten beginnen Sie schon jetzt damit, die hier aufgeführten Produkte in ihrem Stromverbrauch zu regulieren. Nehmen Sie die Quintessenz der Ausweitung der EU und setzen Sie sie um: „Bitte liebe EU-Bürger, macht eure Toaster voll.“

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