EEG und die Ökostromumlage - was ist das?

Das erste Mal seit Ihrer Einführung wird die Ökostromumlage ab 2015 leicht sinken. Es ist ein hochpolitisches Thema, doch es betrifft im Endeffekt am meisten die Endverbraucher, also auf gutdeutsch die "Normalbevölkerung". Fakt ist, sie muss sein. Aber wir als Bevölkerung haben nicht so eine starke Lobby in der Politik, wie zum Beispiel große Unternehmen und dergleichen. Nichtsdestotrotz, es lohnt sich weiter zu lesen.
Was bedeutet das für mich als Verbraucher und was bedeutet das überhaupt? Hier die Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen!

Was bedeutet dieses EEG eigentlich?

EEG steht für das “Erneuerbare-Energie-Gesetz” und ersetzte im März 2000 das Stromeinspeisungsgesetz. Neuerungen waren eine stärkere Differenzierung der Vergütungssätze. Zudem wurden die Vergütungssätze für Photovoltaik angehoben und generell die Technologie (wie z.B. geothermisch erzeugte Energie) mit einbezogen. 

Billigstrom - EEG und Umlage

Was macht die EEG und brauchen wir sie überhaupt?

Das EEG brauchen wir ganz dringend und es ist enorm wichtig. Strom, den wir aus fossilen Brennstoffen und ähnliches gewinnen, ist nun mal begrenzt und da lässt sich nicht dran rüttlen. Wir müssen uns um anderweitige Stromerzeugung kümmern und genau dafür tritt dieses Gesetz ein. Dank der fortschreitenden Technologie und der Forschung auf diesem Feld gibt es bereits entsprechende Technik, um aus z.B. Sonne, Wind und Wasser Energie zu gewinnen. Um diese Technologie allerdings umzusetzen und bis man die breite Masse davon überzeugt hat, dass wir das brauchen, benötigen man leider Zeit. Und wie man es kennt, “Zeit ist Geld”. Um diese holprige Phase zu überbrücken, vergütet der Staat die Erzeugung von erneuerbarer Energie.

Als Beispiel hier einige der Vergütungssätze des EEG aus dem Einführungsjahr 2000:

  • Strom aus Wasserkraft: mindestens 7,67 Cent/kWh
  • Strom aus Windenergie: 6,19-9,10 kWh
  • Strom aus Biomasse: 8,70-10,23 kWh
  • Strom aus Photovoltaikanlagen: 48,1-50,6 kWh


Und was hat das EEG jetzt geregelt?

Das EEG hat zwei wichtige Punkte geregelt. Zum einen, dass Strom aus erneuerbarer Energie immer in das Stromnetz eingespeist wird. Zum anderen, dass Erzeuger von erneuerbaren Energien, also Besitzer von Wind-, Wasser- oder Photovoltaikanlagen, immer einen fixen Preis für ihren Strom erhalten, also eine fixe Einspeisevergütung.

Wie kann der Staat das EEG finanzieren?

Das EEG wird auch sonst als Ökostromumlage bezeichnet. Und diese Kosten werden zum Teil auf die Bevölkerung umgelegt, denn uns kommt es ja in der Zukunft zugute. Jeder Haushalt, der Strom bezieht, zahlt auch gleich einen fixen Umlagebetrag. Dieser fing bei 2 Cent/kWh an, stieg in den folgenden Jahren sukzessive an und liegt mittlerweile ungefähr bei 6,20 Cent/kWh. Diese Beträge werden in einem großen Topf gesammelt und aus diesem Topf werden dann die fixen Einspeisevergütungen für die Erzeuger bezahlt. Ein positive Meldung gibt es allerdings: Die Umlage soll jetzt das erste Mal im nächsten Jahr leicht sinken (Stand Oktober 2014)!

Als Endabnehmer von Strom, ist uns auch bekannt, dass die Strompreise schwanken und die Erzeuger können dann ihren Strom manchmal günstiger verkaufen als geplant. Dann kommt der Umlagen-Topf zur Hilfe und es wird die Differenz gezahlt, so dass die Erzeuger auch den vom Staat fixen Preis für ihren eingespeisten Strom erhalten.  Und diese Einspeisevergütung hat der Staat für 20 Jahre garantiert!

 

Probleme, die sich mit dem EEG ergeben

Die Vorteile liege, wie auch schon eingangs beschrieben, auf der Hand. Der Wandel muss kommen und wir müssen uns auf die Entwicklung der Technologie von erneuerbare Energie konzentrieren.

Doch es gibt natürlich auch schlechte Seiten. Die einfachste Kehrseite ist, der Strom kostet für den Endverbraucher einfach mehr als er es tun müsste. Denn wie gesagt, wird auf unserem normalen Strompreis noch eine Umlage für den Ökostrom oben draufgesetzt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Verteilung der Vergütungssätze. Anfangs wurde kritisiert, dass die Umlage ungünstig eingesetzt worden ist. Es wurden die vergleichsweisen teuren Photovoltaikanlagen den günstigeren Anlagen vorgezogen. Ein weiterer großer Kritikpunkt war noch die Bevorzugung von großen Unternehmen, die zur Herstellung ihrer Produkte große Mengen an Energie benötigen. Diese wurden von der Umlage befreit – mit der Begründung, dass sie sonst schlechter im internationalen Wettbewerb mithalten könnten.

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