Die Mythen um das Enrergiesparen

Gutes widerfährt dem, der umsichtig und rücksichtsvoll ist. Dieses Motto ist in der heutigen Zeit weit verbreitet und lässt uns Deutsche immer mehr zu so genannten “Gutmenschen” werden. Diese sich immer weiter durchsetzende, salopp als Tugend bezeichnete Lebenseinstellung veranlasst uns, in Bio-Supermärkten einzukaufen, Autos mit Hybridmotoren zu fahren und generell nur noch Fairtrade-Produkte in unserem Haushalt zu haben - immer unter dem Leitbild, nachhaltig, gerecht und rücksichtsvoll zu leben; es geht ja immerhin um den ökologischen Fußabdruck, den man hinterlässt.

Gleiches bezieht sich auch auf das Sparen von Energie; genauer gesagt dem Sparen von Strom. Was sich im Laufe der Jahre zu goldenen Regeln bezüglich des Stromsparens entwickelt hat, entpuppt sich wenn man genauer hinschaut teilweise als Halbwahrheit oder sogar als komplette Unwahrheit. Was also anfänglich und vor allem fälschlicherweise dem guten Gewissen dient, ist teils schlicht und ergreifend falsch. Aus diesem Grund klären wir Sie im Folgenden über die gängigsten Mythen rund um das Energiesparen auf.

Mein Handy-Ladegerät verbraucht nur Strom bei Ladevorgang

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Wie in fast jedem Bereich des Lebens gibt es gewisse Regeln und Weisheiten, die sich im Laufe der Zeit fest in unsere Köpfe eingebrannt haben. Dazu gehören zum Beispiel die allseits bekannten Bauernregeln, die einst unter anderem Vorläufer der heutigen, modernen Wettervorhersage waren. Diese wurden von Generation zu Generation weiter gegeben und haben sich somit mit teils hohem, teils niedrigen Wahrheitsgehalt fest auf der Festplatte von uns Menschen abgespeichert. Gleiches gilt für die Mythen, die rund um das Sparen von Energie bestehen. Einige dieser Mythen mögen im Kern stimmen, doch treffen diese im Zuge der technischen Weiterentwicklung nur zum Teil oder sogar gar nicht mehr zu.

Einer dieser Mythen ist beispielsweise der, dass wir davon ausgehen, dass das Ladegerät unseres Handys nur während dem Ladevorgang Strom verbraucht - nicht aber, wenn das Handy voll aufgeladen am Ladegerät hängt. Wir denken also fälschlicherweise, dass kein weiterer Strom verbraucht wird, weil der Akku ja voll ist. Auch gehen wir davon aus, dass wir das Ladegerät gerne durchgehend in der Steckdose stecken lassen können und immer nur bei Bedarf das Handy anschließen können. Das ist bequem und erspart uns das lästige und Kräfte zehrende einstecken des Ladegerätes in die Steckdose. Warum sollte Strom verbraucht werden, wenn das Handy gar nicht angeschlossen ist? Diese Denkweise ist schlicht und ergreifend falsch. Selbst wenn das Handy aufgeladen ist, zieht das Ladegerät stets weiter Strom und versorgt das Handy somit mit Energie und auch wenn das Handy nicht einmal angeschlossen ist, verbraucht das Netzteil Strom. 



Ein weiterer bekannter Mythos ist der, dass wir davon ausgehen, wir würden Strom sparen, wenn wir das Licht konsequent in Räumen ausschalten, wenn wir uns nicht in diesen aufhalten. Ein Lampe, die nicht angeschaltet ist, verbraucht keine Energie. Das stimmt in den meisten Fällen nicht mehr. Es trifft dann zu, wenn man alte, herkömmliche Glühbirnen nutzt. Das gilt jedoch nicht für Energiesparlampen. Diese verbrauchen durch das immer wieder kehrende An- und Ausschalten und ihren dadurch höheren Stromverbrauch während der Anlaufzeit mehr Energie und verschleißen dazu extrem schnell. Verlässt man also einen Raum nur für kurze Zeit, macht es daher mehr Sinn, das Licht brennen zu lassen. Das schont die Energiesparlampe, verbraucht weniger Energie und schont somit die Umwelt und den Geldbeutel. 

Hallo LCD-TV und tschüss alte Röhre!

Weiter geht es mit dem Thema Fernsehen. Die neuen LCD-Fernseher liegen schwer im Trend und erfreuen sich weltweit an größter Beliebtheit. Ein gestochen scharfes Bild, satte Farben, tolle Kontraste und ein geringer Stromverbrauch. Das stimmt so nicht ganz, denn letzteres ist gänzlich falsch. Zwar wird immer damit geworben, dass die Technologie in den neuen Fernsehgeräten äußerst Energie sparend ist, jedoch gibt es immer noch kein Fernsehgerät, dass so effizient und sparend läuft wie der gute, alte Röhrenfernseher. Auch wenn man über Full-HD Bildauflösungen und riesige Bildschirmdiagonalen nachdenkt, sollte man eines beachten: mag man beim Fernsehen eine in allen Belangen sparsame und kostengünstige Variante nutzen, sollte man die alte Röhren behalten und auf neue LCD-Geräte verzichten.

Ich spüle mein Geschirr nur von Hand!

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Noch einen Mythos findet man in Bezug auf das Abwaschen von Geschirr. Seitdem es Geschirrspülmaschinen gibt, hält sich hartnäckig die Annahme, das diese sehr ineffizient und Strom fressend arbeiten. Viele Menschen schwören daher auf das reine Spülen von Hand, da angenommen wird, dass man durch die eigene Kontrolle über den Vorgang weniger heißes Wasser und somit weniger Strom verbraucht. Auch das ist schlicht und ergreifend falsch, denn wie Studien ergeben haben, ist das Spülen von Hand im Durchschnitt rund 30% teurer als das Spülen mit einer dafür vorgesehenen Geschirrspülmaschine. Dies hängt mit den immer wiederkehrenden, meist kleineren Spülvorgängen zu tun, die man beim Spülen von Hand durchführt. Packt man also die Spülmaschine voll und lastet sie voll aus, ist diese weitaus Energie sparender als das Spülen von Hand. 

Das Ammenmärchen vom Strom fressendes Wäschetrockner

Einer der wohl bekanntesten Mythen ist der des Strom fressenden Wäschetrockners. Schon unsere Oma war felsenfest davon überzeugt, dass ein Wäschetrockner eine zwar bequeme und schnelle, jedoch auch eine extrem Energie zehrende Methode ist, um unsere Wäsche zu trocknen. Das stimmt wenn überhaupt nur zum Teil. Wenn man beispielsweise im Sommer die Möglichkeit hat, seine Wäsche in der warmen Sommersonne auf einem Wäscheständer zu trocknen, ist dies wohl die effizienteste Methode, denn dabei wird logischerweise gar kein Strom verbraucht. Möchte man jedoch seine Wäsche während der kalten Wintermonate trocknen, lohnt sich ein Wäschetrockner doch mitunter sehr. Denn wenn kein Trockner vorhanden ist, trocknet man seine feuchte Wäsche normalerweise auf einem Wäscheständer bei angeschalteter Heizung - meist um den Trockenvorgang zu beschleunigen. Das Verbraucht Energie. Zusätzlich öffnet man währendessen oft das Fenster, da man Angst vor Schimmel im Zuge von einer zu hohen Luftfeuchtigkeit hat. Somit geht einiges an Energie verloren und dies ist äußerst ineffizient. Nutzt man einen Wäschetrockner also ordnungsgemäß und zur richtigen Zeit, lohnt dieser sich allemal und stellt eine günstigere Alternative zum herkömmlichen Trocknen dar. 

Und das Ende der Geschicht' - Energie spart man oder nicht

Dies waren nur ein paar der weit verbreiteten Mythen, die sich rund um das Energiesparen tief und fest in unseren Köpfen verankert haben. Blickt man ab und an etwas weiter über den eigenen Tellerrand hinaus und informiert man sich stets über die Arten und Weisen des effizienten Umgangs mit Strom verbrauchenden Geräten, dann lässt sich doch so einiges an Geld sparen. Alleine das bloße Herausziehen des Handy-Ladegerätes aus der Steckdose spart im Jahr rund 20 bis 30€. An diesem einfachen Beispiel merkt man schon gleich, dass man mit Unwissenheit und Stammtischweisheiten durchaus gewisse Geldbeträge zum Fenster hinaus wirft; doch kann man dem mit teils sehr einfachem Basiswissen entgegen wirken und somit die Umwelt und auch den eigenen Geldbeutel schonen. 

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