billigstrom.net - Strompreise Europa

Wenn man einmal genau überlegt, haben wir es in Deutschland doch ziemlich gut. Einerseits auf der menschlichen und politischen Ebene, aber auch was die Versorgung mit allen möglichen Produkten und Gütern angeht. Trotzdem vergessen wir Verbraucher dies im Ärger des Alltags manchmal und beschweren uns über Dinge, die „nicht angehen können“ oder „eine Frechheit sind“.

So auch beim Strompreis. Immer wieder wurde dieser in den vergangenen Jahren angezogen. Jährlich, teilweise alle sechs Monate musste man sich über eine neue Erhöhung ärgern.

Die Argumente, die genannt wurden, galten dabei stets als faule Ausreden, als leere Satzhülsen, die uns einfach nur ruhig stellen sollten. Meistens war vonseiten der Regierung und der großen Stromkonzerne so etwas wie „gestiegene Beschaffungskosten“ zu hören. Gerne wurde auch die Energiewende als ausschlaggebender Punkt genannt.

Doch geht es uns wirklich so schlecht? Sehen wir uns unverschämten und vor allem unangebrachten Erhöhungen beim Strompreis gegenüber? Um dies zu beantworten muss man sich tiefergehend mit der Thematik auseinandersetzen. Zum Einen müssen die genannten Gründe untersucht, zum Anderen ein europaweiter Vergleich beim Strompreis vorgenommen werden.

Dieser zeigt: Es geht uns keinesfalls schlecht. Zumindest nicht schlechter als anderen Ländern, die sich in den vergangenen Jahren mit teils drastischen Strompreiserhöhungen abfinden mussten. Ein europaweiter Vergleich des Unternehmens Toptarif aus dem Jahr 2013 zeigt: Mit 200€ in den Jahren 2007-2012 ist der Strompreis in Deutschland deutlich gestiegen. Auf Rang eins in der europaweiten Liste der Erhöhungen liegen wir damit jedoch keinesfalls. Am Schlimmsten traf es mit Zypern (468€), Spanien (306€) und Malta (274€) drei südländische Staaten. Anschließend folgen Lettland (222€) vor Deutschland und Dänemark mit den bereits erwähnten 200€.

Nur sieben Länder aus Europa mussten im Bewertungszeitraum demnach weniger als 100€ Erhöhung über sich ergehen lassen. Nur eines davon und damit auch nur eines auf dem gesamten Kontinent durfte sich über eine Preissenkung freuen. Italiens Strompreis sank zwischen 2007-2012 um 21€. 



Führt man sich nun vor Augen, dass Italien und Malta direkte Nachbarländer sind, drängt sich die Frage auf, wieso ein Land eine drastische Erhöhung über sich ergehen lassen muss, während das andere weniger für Strom zahlen darf.

Beantworten kann man diese Frage, indem man versteht, dass trotz der internationalen Beziehungen und der gemeinsamen Strombeschaffung jedes Land selbst verantwortlich ist für seine Strompreise. Zwar werden diese durch eben diese gemeinsamen Beschaffungen relativ stabil gehalten, doch Abweichungen gibt es offensichtlich viele.

Dazu zählen:

  • politische Lage
  • Status der Wirtschaft
  • Konkurrenz unter Stromanbietern
  • Korruptionsrate → Gefahr durch Absprachen

Italien beispielsweise gilt politisch und wirtschaftlich nicht gerade als Musterbeispiel in Europa, der Strompreis jedoch sank trotzdem. Dies liegt in der hohen Konkurrenz unter den Stromanbietern begründet. Dieser Kampf auf dem Markt ist so groß, dass andere Faktoren beinahe komplett entkräftet werden. Die Senkung der Strompreise ist so leicht zu erklären.

Zypern und Spanien hingegen haben vor allem deshalb mit den deutlichen Erhöhungen zu kämpfen, weil die Wirtschaft in diesen, wie auch in einigen anderen Ländern, mit großen Problemen fertig werden muss. Infolgedessen mussten viele kleinere und größere Stromunternehmen Konkurs anmelden, was die Konkurrenz aufweichte und die Strompreise nach oben schnellen ließ.

Auf diese Weise könnte man problemlos jedes einzelne in der Liste aufgeführte Land unter die Lupe nehmen und begründen, warum es zu einem Anstieg der Strompreise kam.

Um zurückzukommen auf den Status des deutschen Strompreises lässt sich also sagen, dass die genannten Beschaffungskosten, die gestiegen sein sollen, keine hanebüchene Ausrede sind. Schaut man sich an in wievielen Ländern es deutliche Preiserhöhungen gab, so erkennt man schnell, dass die gemeinsame Beschaffung und der Transport von Strom deutlich teurer geworden ist und sich dies am Ende natürlich auch für uns Verbraucher niederschlägt.

Kein Grund also, sauer zu sein und irgendjemanden für diese Entwicklung zu beschuldigen. Und wenn man mal ehrlich ist: Viele Menschen in Ländern, die gar nicht so weit von uns entfernt sind, würden sich freuen, wenn sie solche 

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