Servicewüste Deutschland? Erst denken, dann handeln!

Kennen Sie das auch, dass Sie die monatliche oder jährliche Abrechnung Ihres Stromanbieters zugeschickt bekommen haben und Sie zuerst nicht wussten, wo Sie mit Ihrer Wut am besten hinsollen. Eine zu hohe Rechnung, ein falscher Abschlag oder ein ungenau gemessener Verbrauch – die Gründe, warum einem ein Brief des Stromanbieters die Laune verhageln kann sind vielschichtig. Doch wie handeln Sie am effektivsten? Rufen Sie an, kämpfen sich durch die Ansagenhölle und landen dann nach Minuten des Gestammels bei einem Mitarbeiter, der Ihnen auch nicht viel mehr sagen kann, als das was im Schreiben steht? Oder schicken Sie über das Kontaktformular eine Nachricht, bei der Sie nicht wissen, ob Sie am Ende vom Abteilungsleiter oder vom Praktikanten gelesen wird – wenn dies überhaupt geschieht. Lassen Sie diese beiden Varianten zunächst einmal bleiben und helfen sich ein wenig selber. Wie Sie das tun, erfahren Sie hier.



Billigstrom.net - Vertragschaos

Eine unbequeme, aber oft auch zutreffende Wahrheit ist, dass der Fehler vielleicht gar nicht beim Anbieter liegt. Auch Ihr Vermieter oder Sie selber können dafür gesorgt haben, dass Ihr Abschlag zu hoch oder der Tarif falsch ist. Haben Sie die Vertragsunterlagen vielleicht verwechselt oder erinnern sich an andere Angebote, die Sie aber dann doch nicht genutzt haben. Oder haben Sie die entsprechenden Unterlagen einfach verlegt. Um diese Erkenntnis nicht erst zu spät, nämlich im Gespräch mit einem Mitarbeiter, zu bemerken und sich dann entschuldigen zu müssen, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Überprüfen Sie Ihre Angabe der letzten Ablesung. Mithilfe dieser wird jährlich der Abschlag an den Verbrauch angepasst. Ein falsch gesetztes Komma oder eine Null zu viel oder zu wenig können den monatlichen Betrag erheblich verändern und Ihnen eine „Stressrechnung“ bescheren. Sollte Ihnen hier ein Fauxpas unterlaufen sein, können Sie den Anruf beim Anbieter gleich anders gestalten, sich für den Ablesefehler entschuldigen und eine Korrektur vornehmen
  • Möglicherweise haben sich aber auch die Verhältnisse bei Ihnen zu Hause geändert. Wenn Sie vor kurzem Nachwuchs bekommen oder sich ein großes Elektrogerät angeschafft haben, kann das den Verbrauch und damit auch den monatlichen Betrag erheblich erhöhen. Dies merken Sie zwar zu Beginn nicht, doch spätestens nach der nächsten, jährlichen Ablesung und der anschließenden Anpassung des Abschlags wartet dann womöglich eine deftige Nachzahlung sowie ein deutlich erhöhter monatlicher Betrag auf Sie. Beugen Sie diesem Ärgernis vor und nehmen ruhig rechtzeitig eine Korrektur des Abschlags vor. Dafür reicht in der Regel ein Anruf – auch online ist es bei vielen Stromanbietern mittlerweile Usus.
  • Selbstverständlich kann auch ein Umzug seine Auswirkungen auf den Abschlag haben. Sind Sie in eine größere Wohnung gezogen? Wird die neue Wohnung mit einer Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe beheizt? Beides würde Ihre Stromkosten erhöhen. Auch das Stockwerk spielt eine Rolle. Ganz unten bzw. ganz oben in einem mehrstöckigen Wohnhaus sind die Temperaturausschläge am heftigsten. Wohnen Sie jedoch in der Mitte bekommen Sie passiv die Wärme der Wohnungen über und unter Ihnen und müssen selber weniger heizen. Für die Apartments am oberen Ende eines Hauses gilt noch, dass hier der Winter, trotz heute überragender Dämmung, sehr ungemütlich werden kann. Erhöhte Heizkosten inklusive.

Diese drei hauptsächlichen Gründe für ein Missverständnis, an dem nicht Ihr Anbieter schuld ist, sorgen in den persönlichen Gesprächen für den größten Zündstoff. Doch natürlich machen auch die Stromriesen Fehler und schicken Ihnen beispielsweise zu hohe Rechnungen. In diesem Fall bringt es jedoch nichts, seinen Frust an den Callcenter-Mitarbeitern des Unternehmens auszulassen. Denn diese können noch am wenigsten dafür. Zwar werden Sie für solche Ereignisse geschult, doch Sie werden überrascht sein, was es alles herauszukitzeln gibt, wenn man ein solches Problem ruhig und freundlich anspricht. Denn Stromriesen sind sich, insbesondere bei mehrfachen Fehlern, nicht zu schade, Sie zu entschädigen. Diese Zuwendung erhalten Sie aber ganz sicher nicht, wenn Sie ausfallend werden. 



Bedenken Sie also: Eine „Stressrechnung“ ist nervig und lässt einen aus der Haut fahren, ist aber kein Grund, extrem wütend zu werden. Suchen Sie den Fehler zunächst bei sich und vergewissern Sie sich, dass die Verfehlung nicht bei Ihnen liegt. Melden Sie sich anschließend bei Ihrem Anbieter und sprechen das Problem an. Auch eine Nachfrage nach einer kleinen Entschädigung ist alles andere als frech. Am besten ist es jedoch natürlich, wenn Sie ein solches Ärgernis gar nicht erleben und Ihre Rechnungen einfach nur wegheften können. Denn wer will sich im Alltag schon mit seinem Stromvertrag beschäftigen.

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